Es wimmelt nur so von Sanders in der kleinen Schlachterei in Neetze. Die Männer heißen dazu auch alle Heinrich – bis auf den Jüngsten, der heißt Torben, hat aber einen Heinrich als Zweitnamen. Alle sind auch noch Fleischermeister und ihre Frauen verkaufen Fleisch und Wurst. Eine seltene Konstellation: drei Generationen in einem Betrieb, die nicht nur zusammen arbeiten, sonder auch noch in unmittelbarer Nachbarschaft zusammen leben.


Die Landschlachterei hat sich mit alten Familienrezepten einen Namen gemacht. Schon 1910 hat der erste Heinrich Sander in Neetze die Schlachterei gegründet. Also bleibt man bei diesem Handwerk in der Familie. „Für mich kam nie ein anderer Beruf in Frage“, sagt Torben Sander, der 4. in der Familienreihe. Mit neuen Ideen bereichert er das Angebot des Geschäftes. „Wellness Wiener“ heißt seine Kreation – ein Würstchen mit Joghurtanteil. „Ich hätte nicht geglaubt, dass das so gut funktioniert“, sagt er. Inzwischen kommen die Kunden bis aus Winsen, um diese fettarmen Würstchen zu kaufen. Aber auch die gute alte Bregenwurst ist ein Renner. So eine Mischung aus Tradition und Innovation ist wohl nur möglich, weil bei Sanders so viele Generationen gemeinsam an einem Strang ziehen. Der Älteste Heinrich Sander ist 84 Jahre, hilft noch beim Schlachten und ist unentbehrlich, wenn es ums Messerschleifen geht. „Das kriegt keiner von uns so hin, wie Opa“, ist sich die Familie einig. Ja, und was wäre eine Familie ohne Oma, die jeden Tag für das Mittagessen sorgt und obendrein den Kartoffelsalat für das Geschäft anmischt.


Alles wird selber gemacht bei Sanders. Ob es nun das Räuchern ist, die verschiedenen Salate oder Wurstsorten, auch Konserven werden hier produziert. Sogar die Homepage ist selbst gemacht, von Britta Sander, die als Einzige in der Familie nicht direkt in die Fleischerei eingebunden ist. Gerade dadurch, dass alles in Eigenproduktion entsteht, ist der Arbeitstag für die Sanders oft lang. „Wenn wir von unseren Kunden gelobt werden, ist das die Entschädigung für die viele Arbeit“, sagt Heinrich Sander, der Chef. Aber es gab auch schon die Beschwerde eines Kunden, dass die Schnitzel beim Braten nicht kleiner würden und er deshalb zwei Pfannen brauchte. Das hängt nun wieder damit zusammen, dass die Schweine auf der unmittelbaren Umgebung stammen und stressfrei geschlachtet werden. Stressarm soll es auch für die Landschlachterei weiter gehen. „Wir wollen in dieser Größe als Familienbetrieb weitermachen, so ist es für uns genau richtig.“

Landschlachterei Heinrich Sander
Lüneburger Straße 25
21398 Neetze
Telefon 05850 207

Weiterleitung auf Homepage:

www.landschlachterei-sander.de



Familie Sander